Blockchain im Gesundheitswesen: Wann sinnvoll?

Am 31.10.2018 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) einen Ideenwettbewerb zu Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie im Gesundheitswesen ausgeschrieben. Die Blockchain-Technologie basiert auf einer verteilten Datenbank (Distributed Ledger), in der Transaktionen manipulationssicher aufgezeichnet werden und nicht nachträglich geändert oder gelöscht werden können. Mit Hilfe eines sogenannten Konsens-Mechanismus wird algorithmisch sichergestellt, dass Teilnehmer im Netzwerk keine gefälschten Einträge anlegen können. Blockchain ist unter anderem die technologische Grundlage von Kryptowährungen wie Bitcoin, wird aber zunehmend auch in Logistik, Identitätsverwaltung und anderen Zusammenhängen eingesetzt.

Nach Prüfung durch die Jury erhalten die besten Einsender am 27. Februar 2019 in Berlin die Möglichkeit, ihre Ideen im Ministerium vor der Expertenjury und der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Insgesamt ist ein Preisgeld von 30.000 € für die drei besten Ideen ausgelobt. Der Fokus bei der Bewertung der Konzepte liegt auf der Relevanz der Idee sowie ihrer Effizienz für das deutsche Gesundheitswesen und dem Mehrwert, den die Blockchain-Technologie beim vorgestellten Konzept im Gegensatz zum Einsatz herkömmlicher Technologien bietet. Ausgeschlossen sind dabei Lösungen zur Verwaltung elektronischer Patientenakten.

In die Jury des Wettbewerbs wurde auch Christina berufen. „

– ein guter Zeitpunkt, um realistische Anwendungsfälle von Blockchain in verschiedenen Industrien zu evaluieren. Die Blockchain-Technologie ist mit gewissen Nachteilen behaftet und ist daher keineswegs eine Lösung für alle Anwendungsfälle, sondern kann nur unter bestimmten Voraussetzungen ihre Stärken voll ausspielen. Die wichtigste Voraussetzung ist ein Ökosystem, in dem Teilnehmer kooperieren müssen, zwischen denen kein vollständiges gegenseitiges Vertrauen besteht. Dies ist im Gesundheitswesen in einigen Zusammenhängen durchaus gegeben. Ich bin sehr gespannt auf die Ideen, die zum Wettbewerb eingereicht werden“.

Christina ist unter anderem Co-Autorin des Buchs „A Quick Guide to Blockchain in Healthcare“ (mit R. Stambolija) und Co-Autorin des Blogs www.blockchain-gesundheitswesen.de.

Weitere Informationen zum Ideenwettbewerb, auch zur Teilnahme, stellt das Bundesgesundheitsministerium unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/blockchain.html zur Verfügung.

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