Hilfe – meine User verstehen mich nicht!

Im Gesundheitswesen wie auch in anderen Branchen scheitern neue Technologien oft nur an einer Sache: Entwickler_innen und Nutzer_innen unterhalten sich nicht genug miteinander – oder verstehen sich einfach nicht.

Dagegen wollten wir etwas tun.

Und heute hat das Ergebnis dieses Plans das Licht der Welt erblickt: Ganz druckfrisch ist unser neues Buch „Weniger schlecht über IT schreiben“ bei O’Reilly (dpunkt.verlag) erschienen.

In unserer „Schreibwerkstatt für IT-Erklärer“ gehen wir der Frage nach, wie man spannend und verständlich über Technologie schreibt – und warum die Fähigkeit dazu immer wichtiger wird.

Weniger schlecht über IT schreiben (Czeschik, Lindhorst), O'Reilly/dpunkt-Verlag

(Bei der Produktion dieses Buchs kamen keine Kakadus zu Schaden.)

Ist dieses Buch das richtige für Sie? Das haben wir uns auch gefragt – und daraufhin das Kapitel „Ist dieses Buch das richtige für mich?“ geschrieben, aus dem Sie im Folgenden zwei Auszüge finden.


Liebe Leserin und lieber Leser – schön, dass Sie da sind!

Leider können wir uns gerade nicht persönlich unterhalten – aber wir haben uns, bevor und während wir dieses Buch schrieben, ein paar Gedanken dazu gemacht, wer Sie wohl sein könnten.

Finden Sie sich in einer der folgenden Beschreibungen wieder?

• Sie sind Softwareentwicklerin und haben nebenher eine nützliche App entwickelt, die nun so langsam das Licht der Öffentlichkeit erblicken soll. Jetzt stehen Sie vor der Herausforderung, auf Ihrer Website kurz und bündig zu erklären, was Ihre App tut und warum das nützlich ist.

• Sie machen IT-Support. Dabei fragen Sie sich, warum Ihre User so schwer von Begriff sind und Sie immer wieder vor Ort helfen müssen. Wollen oder können die Nutzer Ihre E-Mails nicht verstehen?

• Sie sind IT-Consultant und Spezialist für eine bestimmte Technologie. Jetzt wollen Sie ein Buch darüber schreiben – und zwar so, dass auch Manager ohne IT-Ahnung verstehen, worum es geht (und warum sie Sie in Zukunft für solche Projekte anheuern sollten).

• Sie sind im Freundeskreis immer diejenige, die anderen Leuten ihre Computer erklären muss. Ehrlich gesagt, macht es Ihnen sogar Spaß. Sie überlegen, ob Sie nicht ein Blog zu IT-Themen anfangen sollten – oder einem Nachrichtenportal Ihre Beiträge anbieten.

• Sie schreiben sowieso schon professionell – vielleicht über erneuerbare Energien, Craft Beer und den Nahostkonflikt. Jetzt würden Sie gern auch Digitales mit abdecken und fragen sich, ob man dazu Informatik studiert haben muss oder einen Mindestscore in Minecraft1 braucht. (Spoiler: Nein.)

Was Sie in diesem Buch lernen

Jeder gute Text fängt bei der Leserin an. Unser Buch daher auch. In Kapitel 2, »Mein Leser, das unbekannte Wesen«, überlegen wir, wie Sie den Bedürfnissen Ihrer Leserin auf die Spur kommen.

Nachdem Sie herausgefunden haben, was Ihre Leser interessiert, steht als Nächstes die Recherche an: In Kapitel 3, »Big und Little Data: Recherche und Quellenangabe«, schauen wir uns an, wie Sie seriöse Quellen finden und diese transparent zitieren. Kein Platz für Fake News!

Im nächsten Kapitel – »GOTO considered harmful« – befassen wir uns damit, wie Sie einen Text gut strukturieren und damit Ihre Leserin an die Hand nehmen, damit sie nicht die Orientierung (und das Interesse) verliert. Dazu gehört auch der kluge Einsatz von Bildern und Tabellen.

Dann geht es schließlich in Kapitel 5, »Ausdruck vor Eindruck: Verstanden statt gefürchtet werden«, ans Eingemachte: Wie schreibe ich denn nun was? Welche Wörter und Satzstrukturen verwende ich, welche besser nicht? Welche Ausdrücke sind überflüssig – und wann sollte man Überflüssiges trotzdem hinschreiben?

Anschließend widmen wir uns einer oft übersehenen, aber sehr wichtigen Frage – im sechsten Kapitel »Erzähl mir nix: Storytelling«: Wie kann man einen Text über Technologie menscheln lassen, und warum sollte man das überhaupt?

Schließlich geht es an die Überarbeitung – oder anders gesagt: »Auftragen, polieren, einatmen, ausatmen« (Kapitel 7). Denn in dem Moment, in dem Sie aufatmen, den Laptop zuklappen und sich im Stuhl zurücklehnen, ist der Text in Wirklichkeit noch gar nicht fertig. (Sorry.)

Was tun, wenn es mit dem Schreiben nicht so recht vorwärts geht? In Kapitel 8, »Prokrastination 101: (Un)produktiv sein«, teilen wir unsere geheimen und nicht so geheimen Rezepte dazu, wie Sie schwierige Aufgaben noch besser vor sich herschieben – denn auch dieses Buch ist das Resultat lang andauernder Schreibblockaden, die durch kurze Produktivitätsanfälle unterbrochen wurden.

Bonusmaterial: die besten Videos von stolpernden Elefantenbabys und zwölf Gründe, warum Sie genau heute Ihre Garage aufräumen sollten.

Ihre bis hierhin neu erworbenen oder aufgefrischten Fähigkeiten können Sie nun auf ganz verschiedene Textsorten anwenden: von der schnellen E-Mail bis hin zum ausgewachsenen Buch. Wie Sie jede einzelne davon noch besser machen, erfahren Sie in Kapitel 9, »Press Any Key: Was möchten Sie schreiben? – E-Mail, Artikel, Buch & Co.«.

Und zum Schluss stellen Sie vielleicht fest, dass Sie auf den Geschmack gekommen sind – und noch viel mehr schreiben wollen. Wo Sie Ihre Texte nun am besten veröffentlicht bekommen, das erklären wir am Ende des Buchs in »Schöner leaken: Texte veröffentlichen«.


Möchten Sie mehr lesen?

Czeschik & Lindhorst: Weniger schlecht über IT schreiben (O’Reilly)

gibt es bei den üblichen Verdächtigen im Netz oder in der kleinen Buchhandlung Ihres Vertrauens (ISBN 978-3960090632).

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